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IC Herren 2 – Traum gewollt, Realität serviert

Es durfte geträumt werden. Nein, man wollte natürlich träumen. Ein kleines riesengrosses Tennismärchen war bestellt. Doch die Bestellung wurde an diesem Samstag nicht ausgeliefert. Bestellung storniert!

Vor prächtiger Kulisse empfing das Zwei den souveränen Leader aus Schwerzenbach. Die Ausgangslage war klar: Nur ein Husarenstück hätte die Aufstiegshoffnung am Leben gehalten. Am Ende aber wurden die Kräfteverhältnisse deutlich aufgezeigt.

IC Herren 2 – Traum gewollt, Realität serviert

Einzel: Schnell zurück auf den Boden der Tatsachen

Die Ausgangslage war klar – ein Exploit musste her. Doch schon in den Einzeln zeichnete sich ab, dass Schwerzenbach an diesem Tag nicht bereit war, Teil einer romantischen Interclub-Geschichte zu werden.

Für den einzigen Lichtblick sorgte Routinier Mosi, der einmal mehr zeigte, dass Erfahrung im Interclub Gold wert ist. Mit einem souveränen 6:1 6:3 liess er seinem Gegner keine Chance und gewann diskussionslos – vermutlich auch, weil er Diskussionen gar nicht erst zuliess.

Für Drama sorgte Yves. Nach einem Start wie aus dem Lehrbuch (6:1) schien die Sache ein Selbstläufer zu werden. Doch dann passierte das, was im Tennis gerne passiert: Der Faden war plötzlich weg – und tauchte auch nicht mehr auf (1:6). Im Entscheidungssatz musste der Tiebreak entscheiden, und dort endete eine beeindruckende Serie: nach 8 Siegen in 8 Interclub-Spielen setzte es im neunten Versuch die erste Niederlage. Ende einer imposanten Siegesserie – aber definitiv keine Schande.

Und sonst? Nun ja – die restlichen Einzel gingen klar an Schwerzenbach.
 Das Zwei kämpfte, rannte, variierte – doch der Leader blieb stabil, abgeklärt und schlicht eine Klasse besser. Zwischenstand nach den Einzeln: 1:5.


Doppel: Aufwärtstrend bestätigt

In der Saison 2025 und zu Beginn dieser Saison noch das Sorgenkind, sorgte die Doppelbilanz am Ende zumindest für ein versöhnliches Gefühl.

Das eingespielte Duo Lerch/Mosi machte da weiter, wo es zuletzt aufgehört hatte. Ruhig, klar, abgeklärt – ein 6:4 6:2, das kaum Fragen offenliess. Business as usual.

Für grosses Unterhaltungskino sorgten Ehmi/Villiger. Nach einem Start zum Vergessen (1:5) sah alles nach einem schnellen Satzverlust aus. Doch plötzlich – wie aus dem Dornröschenschlaf geweckt – begann die Aufholjagd. Punkt für Punkt zurück ins Spiel gekämpft, den Satz tatsächlich noch gedreht (7:5) und damit dem Gegner mental den Stecker gezogen. Der zweite Satz? Ein Spaziergang zum 6:1.

Das dritte Doppel mit Sven/Yves musste sich mit 3:6 3:6 geschlagen geben. Auch hier solide Leistung, aber gegen ein starkes Gegnerduo letztlich zu wenig Durchschlagskraft.


Endresultat: Klare Sache – und trotzdem ein guter Tag

Am Ende stand eine 3:6-Niederlage. Keine Diskussion: Schwerzenbach war das bessere Team – und sicherte sich damit absolut verdient den Aufstieg in die 2. Liga. Herzliche Gratulation und viel Erfolg in der kommenden Saison!

Doch wie so oft im Interclub gilt: Das Resultat ist nur ein Teil der Geschichte.

Denn nach dem letzten Ballwechsel ging es nahtlos über in das eigentliche Highlight des Tages: Saisonabschluss, Public Viewing und ein rappelvolles Clubhaus.

Die Schweiz spielte, die Getränke flossen, und die Stimmung war – trotz sportlicher Niederlage – einmal mehr auf Topniveau. Fazit: Auf dem Platz verloren, neben dem Platz klar gewonnen.


Saisonfazit 2026: Gut, aber nicht gut genug

Mit 26 Punkten holte das Zwei exakt gleich viele Punkte wie im Vorjahr – landete aber nur auf Rang 3 (nach Rang 2 im 2025). Das Ziel war klar: Aufstieg. Das Resultat ebenso: deutlich verpasst.

Ausschlaggebend waren vor allem zwei frühe Knackpunkte:

  • die schmerzhafte 5:4-Niederlage gegen Neerach zum Saisonstart
  • sowie der zu knappe 5:4-Sieg gegen Embrach

Die Diagnose «akute Doppelschwächitis» (5 Niederlagen aus 6 Spielen) brachte das Team im Aufstiegsrennen früh ins Hintertreffen.


Highlights & Ausblick: Hoffnung lebt trotzdem

Natürlich hatte die Saison auch ihre starken Momente:

  • das klare 8:1 in Bachenbülach
  • der überzeugende 6:3-Heimsieg gegen Aufstiegsaspirant Oetwil
  • Die klare Steigerung im Doppelbereich im Saisonverlauf.

Das macht Hoffnung – und sorgt zumindest dafür, dass man mit einem guten Gefühl Richtung Saison 2027 blickt. Und ja, dort wollen wir natürlich wieder träumen.


Grazie 1000!

Ein grosses Merci geht an die Aushilfsspieler Meuli, Ben, Giger und Oechslin - gut zu wissen, dass man sich im Notfall auf Unterstützung verlassen kann! Ebenfalls Merci an Spielleiter Kausl sowie die Captains der 1. und 3. Mannschaft für die Unterstützung der Greenhorn-Captains Ehmi/Roger in ihrer Premierensaison.


Und zum Schluss: Die Erste!

Herzliche Gratulation an die 1. Mannschaft zum Aufstieg in die 1. Liga! „Niemeh 2. Liga, nieeemeeeh 2. Liga!“. Grosser Respekt an das Team von Capitano Kausl – und jetzt schon viel Erfolg für die kommende Saison.

User ImageJan Ertlmeier, 15. Juni 2026